Natur und Umwelt

Im Folgenden berichten wir über das Engagement der Gemeinde Bottmingen in den Bereichen Natur und Umwelt.

Konzept Schädlingsbekämpfung

Mit Beschluss des Gemeinderates vom 8. September 2020 wurde festgelegt, nachhaltige Schädlingsbekämpfung in der Gemeinde Bottmingen zu fördern. Das detaillierte Konzept finden Sie hier.

Weideprojekt in Bottmingen

Wer am Birsig von Bottmingen in Richtung Oberwil spazieren geht, der kennt die Walliser Landschafe und Schwarzhalsziegen, die dort auf der Weidefläche angesiedelt sind. Nicht nur die Bevölkerung hat Freude an den Tieren, sondern auch die Natur. Denn die Schafe und Ziegen pflegen diesen Lebensraum auf natürliche und umweltschonende Art, wie Florian Neumann, Inhaber der Firma Naturpflege Neumann erklärt: „Wir bieten seit 2011 professionelle Landschaftspflege mit dafür geeigneten, alten Tierrassen an“. Insgesamt besitzt er 95 Tiere, die im gesamten Baselbiet im Einsatz auf Siedlungsflächen, Firmengrundstücken, Kulturland oder in Obstgärten oder Naturschutzgebieten im Einsatz sind. „Auf diese Weise können die Artenvielfalt gefördert und Problempflanzen sowie Neophyten bekämpft werden“, so Neumann. Indem neue Lebensräume für alte Nutztierrassen erschlossen werden, wird mithilfe eines geeigneten Weidemanagements die professionelle Pflege des jeweiligen Gebiets durch Beweidung ermöglicht. Der grosse Vorteil der alten Landrassen liegt in ihrer Robustheit, sie fressen nahezu sämtliche Pflanzenarten wie auch Brennnesseln, Disteln, Dornsträucher oder Neophyten. Sie machen auch vor harten Pflanzenstängeln, braunem Altgras oder gar Rinde nicht halt – und gerade dieses Merkmal macht sie geeignet für den Einsatz zur Landschaftspflege. Denn zum Beispiel die abgefressenen Pflanzenstängel bieten einen hervorragenden Brutplatz für Insekten, die sich auf der beweideten Fläche ansiedeln und deren Artenvielfalt auf diese Weise gefördert wird. „Sind Maschinen im Einsatz, verschwinden meist auch die Insekten,“ so Florian Neumann, der vom März bis Dezember immer rund 7-8 Tiergruppen zeitgleich im Einsatz hat. Als Biologe kennt er die verschiedenen Tierrassen, die er je nach Bedarf einzusetzen weiss: Denn nicht all Rassen fressen das Gleiche. Die professionelle Landschaftspflege bedarf eines grossen Wissens um die eingesetzten Tierarten und das Weidemanagement. Die Auswirkung des Weidetiers auf Flora und Fauna sowie auf den Lebensraum sind Florian Neumann bekannt und setzt er sich mit seinem Einsatz und seinen Tieren auch in Bottmingen für eine professionelle Landschaftspflege und Biodiversität ein. Ein sinnvoller und zukunftsweisender Beitrag an die Natur, den die Gemeinde Bottmingen mit ihrem Weideprojekt unterstützt. Weitere Informationen finden Interessierte unterhier.

Weide
Weide

Kompost- und Gartenberatung

Die Kompost- und Gartenberatung ist für alle Einwohnerinnen und Einwohner Bottmingens kostenlos und kann unter 061 721 18 66 oder per Email  vereinbart werden. Die Kompostberaterin Barbara Schumacher freut sich, Interessierte individuell zu ihren Fragen rund um den Kompost oder den Garten zu beraten.

Bisher wurde unsere Kompost- und Gartenberaterin vor allem zu den folgenden Themen um Rat gefragt:

Bei telefonischen Anfragen geht es hauptsächlich darum, was im Kompost entsorgt werden kann.

- Grundsätzlich wird davon abgeraten, Fleisch im Garten-Kompost zu kompostieren. Dies primär, weil es Ratten und Mäuse anzieht und so eine Nagerplage beim Haus bzw. im Quartier entstehen könnte.
Fleisch soll, wenn immer möglich, gegessen werden. Ungeniessbare Fleischreste können über die «Haus zu Haus Sammlung» von Bioabfällen entsorgt werden. Die Abholdaten sind im Abfallkalender aufgeführt.

- Komposterde erntet man nach 9-12 Monaten idealerweise im Frühjahr ab Ende März. So kann der gewonnene Dünger den Pflanzen helfen, kräftig zu gedeihen. Besonders stark zehrende Pflanzen wie Zucchetti, Kürbisse und Kohl mögen eine grössere Portion Kompost. Komposterde kann auch nach dem Rasenmähen sparsam über den Rasen gesiebt werden. So kann auf gekauften Rasendünger verzichtet werden.

Standort des Kompostes: Vorzugsweise soll der Kompostplatz gut zugängig sein, damit man einfach daran arbeiten kann. Damit das Kompostsilo im Garten nicht stört, ist ein Holzkompostsilo empfehlenswert.
Die Firma «ökojob» in Gelterkinden (Eingliederung Langzeitsarbeitsloser) stellt diese in zwei Grössen her. Sie sind sehr einfach zum Aufstellen und praktisch in der Handhabung. In einem Holzkompostsilo entsteht bei einem guten Mischverhältnis des Kompostgutes praktisch nie eine Geruchsemission und der Verrottung Prozess geht sehr schnell.

- Damit der Kompost nicht anfängt zu stinken und schnell Erde entsteht, ist es wichtig, dass das Kompostgut nicht zu gross ist (z.B. Äste in 10 cm Stücke schneiden, Strunk vom Blumenkohl vierteln). Zudem soll der Kompost das ganze Jahr über feucht gehalten werden. Nicht vergessen wird dies, wenn man z.B. das Spülwasser vom Salat auffängt und in den Kompost gibt. Auch sollte regelmässig Strukturmaterial in Form von Ästen, Laub oder trockenem Grass unter Gemüserüstabfälle und Blumenschnitt gemischt werden.
Bei den Kompostberatungen vor Ort wird immer auch die Biodiversität der Tiere und Pflanzen im Garten angesprochen. Ein weiteres Thema sind Beikräuter, welch oft als Gewürze oder Wild Gemüse essbar sind. Diese sind eine Bereicherung unseres Essens und enthalten oft wertvolle Vitamine. Sie sind daher viel zu schade, um im Kompost entsorgt zu werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Kompost
Kompost

Gemeindeverwaltung

Schulstrasse 1
4103 Bottmingen
Tel. 061 426 10 10

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