Vorprojekt «Schulraumerweiterung Talholz» wird überprüft

30. Nov 2023

Vorprojekt «Schulraumerweiterung Talholz» wird überprüft
Vorprojekt «Schulraumerweiterung Talholz» wird überprüft

Am 5. Oktober 2023 wurde das detaillierte Vorprojekt für die geplante Erweiterung des Schulstandorts Talholz abgegeben.

Die dort prognostizierten Kosten liegen mit rund 45 Millionen Franken deutlich über der Grobkostenschätzung vom Sommer 2021. Die Projektsteuerung sucht nun zusammen mit dem Planungsteam nach Möglichkeiten, die Kosten zu senken, ohne den schulischen Nutzen des Projekts zu schmälern. Per Ende 2023 wird die Projektsteuerung dem Gemeinderat Bericht erstatten.
Mit dem Vorschlag «fünf freunde und der fliegende teppich» hatte das Architekturbüro Gschwind Architekten AG 2021 zusammen mit ghiggi paesaggi – landschaft und städtebau gmbh Zürich den ausgeschriebenen Architekturwettbewerb für sich entschieden. Die Gemeindeversammlung bewilligte daraufhin im vergangenen Jahr einen Planungskredit von 2.7 Millionen Franken. In der Grobkostenschätzung ging man von Baukosten zwischen 33 und 35 Millionen Franken aus. Grund für die nun markant höher prognostizierten Kosten im Vorprojekt sind u.a. die hohe Bauteuerung seit 2021 aufgrund der stark veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der Baugrund, welcher nach erfolgter Untersuchung noch schlechter als angenommen ist. Dies zieht eine kostspielige Baugrubensicherung und Fundation nach sich.

Warum braucht es die Erweiterung des Schulstandorts Talholz?
Da die Bevölkerung Bottmingens stetig wächst und mit ihr auch die Schulkinderzahlen, ist eine Erweiterung des Schulraumstandorts Talholz notwendig. Die bestehenden Räumlichkeiten sind ausgelastet. Für das Schuljahr 2023/2024 musste bereits ein Provisorium für zwei Schulräume und zwei Tagesschulräume aufgestellt werden. Das Raumprogramm des Wettbewerbs umfasst einen zusätzlichen Klassenzug, 1. bis 6. Primarschule, mit Gruppenräumen und entsprechenden Spezialräumen, einen Mehrzweckraum sowie Räume für die Tagesstruktur. Für den Sportunterricht ist eine Zweifach-Sporthalle als Ersatz für die heutige Turnhalle vorgesehen. Mit den Erweiterungsbauten ist der Bedarf gemäss Hochrechnungen bis 2035 abgedeckt.

Wie geht es weiter mit dem Vorprojekt?
Im Bauwesen läuft ein Projekt in Phasen ab. Nach einer strategischen Planung (Phase 1) und einer Vorstudienphase inkl. Architekturwettbewerb (Phase 2) folgt die Projektierung (Phase 3). In der darin enthaltenen Teilphase «Vorprojekt» wird das Pflichtenheft (Vorgabe der Bauherrschaft) in einem anspruchsvollen Prozess in eine bauliche Lösung in Rohfassung umgesetzt. Unter der Leitung des Architekten ist das ganze Planungsteam daran beteiligt. Das Vorprojekt dient dazu, den Rahmen für die endgültige Projektierung abzustecken und mögliche Probleme im Vorfeld zu erkennen. Nebst der Evaluation von verschiedenen Lösungsmöglichkeiten werden die zu erwartenden Kosten (+/- 15 Prozent) geschätzt und es wird ein genereller Zeitplan für das Bauvorhaben erstellt.

Ende 2023 wird die Projektsteuerung dem Gemeinderat das überarbeitete Vorprojekt zusammen mit einer Empfehlung abgeben. Der Gemeinderat wird dann anfangs 2024 entscheiden, unter welchen Bedingungen (Kosten, Termine, Provisorien, Risiken, etc.) die Planer mit der Erarbeitung des Bauprojekts beauftragt werden. Nach Vorlage des Bauprojekts (teils auf Basis von Unternehmerofferten) wird der Gemeindeversammlung eine Vorlage für einen Baukredit zur Entscheidung vorgelegt.

Mehr zum Projekt «Erweiterung Schulstandort Talholz» finden Sie hier.

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