• Bottmingen - wo man lebt und arbeitet

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Schulwegsicherheit

Die Sicherheit auf dem Schulweg ist für Eltern und Kinder ein wichtiges Thema. Rechtlich betrachtet sind die Eltern für den Schulweg ihrer Kinder verantwortlich. Die Gemeinde unterstützt diese dabei durch Schaffung guter Rahmenbedingungen bei der Verkehrsinfrastruktur nach Massgabe ihrer Möglichkeiten sowie mit der Empfehlung sicherer Schulwege im Rahmen eines Schulwegplans. Aufgrund einer Petition für sichere Schulwege wurde zudem eine Road Safety Inspection (RSI) bei kritischen Strassenübergängen im Zentrumsbereich veranlasst.

Ausgangslage

 

Schulwegplan
Petition "Sichere Schulwege"
Lotsendienst Bruderholzstrasse

Im Mai 2015 hat die Gemeinde einen Schulwegplan herausgegeben mit dem Ziel, Eltern und Schulkinder bei der Bewältigung des Schulwegs zu unterstützen. Der Plan enthält einerseits die von der Gemeinde empfohlenen Schulwegrouten und andererseits Tipps, wie die Kinder auf den Schulweg vorbereitet werden und wie die Eltern sie dabei unterstützen können.

Der Schulwegplan wurde vom Ingenieurbüro Pestalozzi & Stäheli, Basel, in Zusammenarbeit mit Schule, Verwaltung und bfu (Beratungsstelle für Unfallverhütung) erarbeitet und in einer Auflage von 700 Stk. gedruckt. Er wird alljährlich an die neu eintretenden Schulkinder (Kindergarten/Primarschule) abgegeben, wobei bei einer jeweiligen Neuauflage allfällig erforderliche Anpassungen berücksichtigt werden.

Die bfu hat die im Plan empfohlenen Schulwege vor Fertigstellung des Schulwegplans anlässlich eines Augenscheins begutachtet mit dem Ergebnis, dass diese grundsätzlich als sicher bezeichnet werden können.

Bilder von kritischen Stellen und Ecken

Am 1. Juli 2015 haben die Damen Judith de Wild, Liselotte Dolder, Silvia Fischler und Nadine Berger Uka dem Gemeinderat eine Petition 'Sichere Schulwege' mit über 660 Unterschriften eingereicht und verlangten:

  1. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) mit einer umfassenden und unabhängigen Sicherheitsanalyse zur gesamten Verkehrssituation in Bottmingen zu beauftragen und gute Übergänge für Fussgänger bewerten zu lassen (Road Safety Inspection).
  2. Die Resultate dieser Sicherheitsanalyse, die Ergebnisse des Augenscheins mit der BfU (Protokoll Gemeinde/BfU vom 27.4.2015) und die gemäss Schulwegplan Bottmingen deklarierten „komplexen Verkehrssituationen“ zusammen mit dem Kanton zu analysieren und infrastrukturelle Verbesserungen umzusetzen.
  3. Die Anliegen der Eltern in diesen Prozess mit einfliessen zu lassen (Vertretung aus den angegebenen Petentinnen).
  4. Bis zur Umsetzung von infrastrukturellen Verbesserungen den Lotsendienst an der Bruderholzstrasse beizubehalten und ab sofort an den verkehrstechnisch kritischen Übergängen (Therwilerstrasse, Oberwilerstrasse, Baslerstrasse, Schlossgasse) weitere Lotsendienste zu errichten. Diese Lotsendienste sind für das Budget 2016 vorzusehen.
  5. Eine Neubeurteilung des Übergangs Baslerstrasse Richtung Tramstation (für diverse Quartiere die Wegstrecke zu öffentlichem Verkehr, Bibliothek, Musikschule etc.).


Ziel sind nachhaltige und substantielle infrastrukturelle Verbesserungen, damit Schülerinnen und Schüler sicher und autonom in die Schule gehen können.

Der Gemeinderat hat im Oktober 2015 der Durchführung einer Road Safety Inspection (RSI) zugestimmt und eine Auftragsvergabe an die von der BfU empfohlene Firma Viaplan AG beschlossen (die BfU war aus Kapazitätsgründen nicht in der Lage, eine solche Studie im laufenden Jahr anzufertigen). Dies mit dem Ziel, die empfohlenen Schulwege resp. die Strassenübergänge auf Sicherheitsmängel hin zu untersuchen und allfällige Verbesserungsmassnahmen aufzuzeigen.

Die im Zusammenhang mit der Schulwegsicherheit unternommenen Schritte erfolgten jeweils unter Einbezug resp. Information der Petentinnen.

Seit dem Jahr 2009 werden die Schulkinder bei der Lichtsignalanlage (LSA) Bruderholzstrasse durch einen Lotsendienst beim Überqueren der Strasse "unterstützt". Diese temporäre Sofortmassnahme wurde seinerzeit getroffen, da von Seiten der Eltern und der Schule Bedenken in Bezug auf die Sicherheit bei diesem Übergang geäussert wurden und allfällige bauliche und/oder verkehrstechnische Verbesserungen nicht genügend zeitnah hätten realisiert werden können.

In der Zwischenzeit hat der Kanton als Strasseneigentümer verschiedene technische Massnahmen an der Anlage vorgenommen:

  • Einbau von LED-Lichtern
  • Verschiebung des Überkopfsignals (Richtung Münchenstein) zur Strasenmitte resp. nach unten und grössere Ampeln
  • Verkürzung der Wartezeit für Fussgänger
  • Verlängerung der Rot-Rot-Phase

Die Installation einer Rotlichtkontrollanlage wurde trotz wiederholten Interventionen durch die Gemeinde vom Kanton nicht gutgeheissen. Zudem wurde eine Verschiebung der LSA geprüft; eine solche wurden jedoch sowohl von den Verkehrsplanern als auch seitens des Kantons aus Sicherheitsüberlegungen nicht empfohlen.

Im Rahmen der vom Gemeinderat in Auftrag gegebenen Road Safety Inspection (RSI) wurde auch die LSA Bruderholzstrasse untersucht. Die vorliegende RSI kommt zum Schluss, dass die Strasseninfrastruktur im Bottminger Dorfzentrum zwar Optimierungspotential hat, grundsätzlich aber ein ausreichendes bis gutes Sicherheitsniveau aufweist. Bei den vorhandenen Sicherheitsdefiziten handelt es sich hauptsächlich um ungenügende Sichtweiten und nicht den Vorschriften entsprechende Markierungen und Signalisationen.

Vor diesem Hintergrund hat der Gemeinderat beschlossen, den bestehenden Lotsendienst bei der Lichtsignalanlage Bruderholzstrasse noch bis Ende des laufenden Schuljahrs (01.07.2016) aufrecht zu erhalten und ihn anschliessend definitiv aufzuheben. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen die mit vertretbarem Aufwand realisierbaren Verbesserungsmassnahmen an dieser Stelle umgesetzt werden.

LSA Bruderholzstrasse
LSA Bruderholzstrasse

Road Safety Inspection (RSI)

 

RSI Bottmingen
Was ist eine RSI

Die eingereichte Petition „Sichere Schulwege“ vom 1. Juli 2015 verlangte unter anderem, die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) mit einer umfassenden und unabhängigen Sicherheitsanalyse (Road Safety Inspection/RSI) zur gesamten Verkehrssituation in Bottmingen zu beauftragen und gute Übergänge für Fussgänger bewerten zu lassen.

Der Gemeinderat hat im Oktober 2015 der Durchführung einer RSI zugestimmt und eine Auftragsvergabe an die von der BfU empfohlene Firma Viaplan AG beschlossen (die BfU war aus Kapazitätsgründen nicht in der Lage, eine solche Studie im laufenden Jahr anzufertigen). Dies mit dem Ziel, die empfohlenen Schulwege resp. die Strassenübergänge auf Sicherheitsmängel hin zu untersuchen und allfällige Verbesserungsmassnahmen aufzuzeigen.

RSI Übersichtsplang Bottmingen

Der Untersuchungsperimeter umfasste die Kantonsstrassen im Zentrum (Oberwilerstrasse, Bruderholzstrasse, Schlossgasse, Baslerstrasse und Therwilerstrasse). Der Kreisel Mitteldorf war von der Untersuchung ausgenommen.

Die erstellte RSI mit Datum vom 2. Dezember 2015 (siehe angefügtes Dokument) kommt zum Schluss, dass die Strasseninfrastruktur im Bottminger Dorfzentrum zwar Optimierungspotential hat, grundsätzlich aber ein ausreichendes bis gutes Sicherheitsniveau aufweist. Bei den vorhandenen Sicherheitsdefiziten handelt es sich hauptsächlich um ungenügende Sichtweiten und nicht den Vorschriften entsprechende Markierungen und Signalisationen. Zudem kann die Schulwegsicherheit grundsätzlich mit Massnahmen wie besserer Beleuchtung oder Zurückschneiden etwa von Sträuchern noch verbessert werden.

Der Gemeinderat wird die in der RSI empfohlenen Massnahmen zusammen mit dem Kanton als Strasseneigentümer besprechen und anschliessend über die Umsetzung beschliessen (voraussichtlich im Verlauf des Aprils 2016).

Die SNR 641 723 „Strassenverkehrssicherheit Inspektion, Road Safety Inspection RSI“ beschreibt das Verfahren zur systematischen Beurteilung von Strassenabschnitten oder ausgewählten Elementen hinsichtlich deren Verkehrssicherheit. Grundsätzlich werden bei der RSI bestehender Verkehrsanlagen Prüfkriterien verwendet, die aus der Sicht des Fahrers und aus der Sicht der übrigen Verkehrsteilnehmer wie Fussgänger und Zweiradfahrer für die sichere Benützung der Anlage massgebend sind. Die massgebenden Prüfkriterien sind in der SNR 641 723 aufgeführt. Wo nötig werden die Prüfkriterien bei der Ortsbesichtigung entsprechend ergänzt. Bei der RSI geht es nicht primär um die Feststellung von Normabweichungen. Die Sicherheitsdefizite ergeben sich aus der Beurteilung der Prüfkriterien.

Das Ziel einer RSI ist das Finden von Sicherheitsdefiziten bei Verkehrsanlagen, die zu Gefahrenstellen führen können. Durch das Beheben dieser Defizite sollen zukünftig Unfälle infolge der Infrastruktur vermieden und deren Folgen reduziert werden. Das Verfahren ermöglicht eine einheitliche und vergleichbare Überprüfung von Strassenabschnitten bezüglich deren Verkehrssicherheit.

Die RSI ist ein proaktives Infrastruktur-Sicherheitsinstrument. Es wird auf Strassen im Betrieb angewendet. Bei der Ortsbesichtigung und der Erfassung der Sicherheitsdefizite werden die Unfälle nicht beigezogen. Der Auditor soll die RSI ohne Kenntnis des Unfallgeschehens durchführen. Er ist dadurch unabhängiger und kann die Sicherheitsdefizite ohne Vorwissen erfassen und beurteilen. Im Anschluss an die Erfassung und den Abschluss der Präzisierung der Sicherheitsdefizite wird das
Unfallgeschehen beigezogen, um festzustellen, ob sich die gefundenen Defizite in der Unfallstatistik widerspiegeln. Es findet jedoch keine Analyse der Unfälle statt.

Bei einer RSI wird das Verhalten der Verkehrsteilnehmer ebenfalls nicht beurteilt. Es geht um Sicherheitsdefizite
bei der Infrastruktur. Deshalb werden bei einer RSI keine spezifischen Aussagen zu Radfahrern oder Fussgängern gemacht.

Umsetzung von Massnahmen

Der Gemeinderat hat die Ergebnisse der Studie analysiert und ist dabei zu folgenden Schlüssen gekommen: In einem ersten Schritt sollen Beleuchtungen und Sichtweiten verbessert werden. Ebenfalls sollen sogenannte Trottoirüberfahrten erstellt werden: Das Trottoir wird bei einmündenden Strassen über die Strasse gezogen, was dazu führt, dass Automobilisten bei diesen Übergangsstellen abbremsen müssen. Diese Lösung wurde bei der Sanierung der Schlossgasse bereits realisiert (Einfahrt Rittergasse). Zusätzlich wurde ein spezielles Augenmerk auf die neuralgischen Punkte auf dem Schulweg gelegt (insbesondere Lichtsignalanlagen Bruderholzstrasse und Therwilerstrasse).

Die Sicherheitsstudie ist in Zukunft für den Gemeinderat Richtschnur, wenn es gilt, im Rahmen von Strassensanierungen oder Bauvorhaben die Sicherheit auf Bottmingens Strassen zu verbessern. Als nächstes soll die Fussgängersicherheit beim Busbahnhof (nicht Bestandteil des Schulwegplans) mittels zusätzlicher Markierungen erhöht werden.

Das gleiche gilt auch für den Fussgängerbereich zwischen Lichtsignalanlage Knoten Wuhrmatt und Birsigübergang.

Ferner hat sich der Gemeinderat - unabhängig von der Frage der Schulwegsicherheit - entschieden, eine Verbesserung der Fahrradverbindungen von der östlichen Talseite zum kantonalen Veloweg (Burggartenstrasse bis Neumattstrasse) zu prüfen.

LSA Bruderholzstrasse
LSA Therwilerstrasse
Verkehrsberuhigung Talholzstrasse
Übergang Baslerstrasse

Zur besseren Wahrnehmung der Lichtsignalanlage (LSA) hat der Kanton bereits das Signallicht in die Mitte der Strasse verlegt und das Signal verstärkt. Zudem wurde die Schutzzeit (Frist zwischen dem Rot-Signal für Automobilisten und Grün-Signal für Fussgänger) auf 5 Sekunden verlängert, was zur Folge hat, dass es nicht mehr wie früher zu häufigen Überfahrten von Automobilisten kommt, wenn der Fussgänger bereits grün hat.

Nun wurden vor kurzem folgende weitere Massnahmen umgesetzt:

  • Installation einer neuen LED-Leuchte, die den Fussgängerstreifen für die Automobilisten bei Dunkelheit sichtbarer macht.
  • Versetzen des Signalkastens bei der Lichtsignalanlage, wodurch die Übersicht für Fussgänger erhöht wurde.
  • Zurückschneiden resp. Entfernung der Bepflanzung entlang der Liegenschaft Bruderholzstrasse 20.
LSA Therwilerstrasse

Die Absicherung des bisherigen Fussgängerübergangs wird verbessert. Die Lichtsignalanlage (LSA) soll rund 20 Meter nach Norden (Richtung Kreisel) verschoben werden. Dadurch wird die unübersichtliche Situation (Einmündung Schulstrasse, Werkhof Vorplatz) entschärft. Auf der gegenüberliegenden Seite wird der bestehende Parkplatz umgestaltet, so dass keine Rückwärtsausfahrten über das bestehende Trottoir in die Therwilerstrasse mehr möglich sind. Gleichzeitig wird ein direkter Fussweg von der LSA zum bestehenden Fussweg entlang der BLT-Trasse geschaffen. Die Umsetzung dieser Massnahmen setzt noch die Bewilligung der entsprechenden Kredite voraus. Bei der Einmündung der Schulstrasse in die Therwilerstrasse wird die Sicherheit zusätzlich durch eine Trottoirüberfahrt erhöht.


Die Talholzstrasse ist zwar eine Gemeindestrasse und somit nicht Bestandteil der Verkehrsstudie. Es ist aber hinlänglich bekannt, dass auf dieser Quartierstrasse, die von vielen Kindern auf ihrem Schulweg überquert wird, zu schnell gefahren wird. Der Gemeinderat beantragt daher mit dem Budget 2017 die Installierung einer fixen Geschwindigkeitskontrolle. Ebenfalls soll die Einmündung der Talholzstrasse in die Therwilerstrasse mit einer zusätzlichen Trottoirüberfahrt abgesichert werden.

Der Übergang vom Ruchholzquartier über die Baslerstrasse zur Bus- und Tramstation ist heute mit einem Fussgängerstreifen abgesichert. Die Stelle ist vor allem in Zeiten des Stossverkehrs aufgrund von Kolonnenbildung unübersichtlich. Aus diesem Grund wird in der Mitte der Strasse eine Schutzinsel installiert.

Fussgängerübergang Baslerstrasse

Verkehrserziehung

Die Verbesserung der Verkehrssicherheit ändert nichts daran, dass ein Kind auf dem Schulweg auf die Gefahren des Verkehrs aufmerksam gemacht werden muss und somit lernt, mit diesen umzugehen. Der an die Eltern abgegebene Schulwegplan zeigt auf, wo sich kritische Punkte befinden. Die Eltern, die juristisch betrachtet für die Sicherheit ihrer Kinder auf dem Schulweg verantwortlich sind, werden gebeten, den Schulweg mit ihren Kindern einzuüben. Die Aufgabe der Gemeinde ist es, für möglichst sichere Rahmenbedingungen für den Schulweg zu sorgen.

Medienberichterstattung

 

Gemeindeverwaltung - Schulstrasse 1 - 4103 Bottmingen BL - 061 426 10 10 - gemeinde(at)bottmingen.bl.ch | Email Impressum Sitemap Drucken Seite weiterempfehlen

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